Andres Esteban

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Stimme, Körper und Kontrast: Die Kunst der Verkörperung

Mein Weg in den darstellenden Künsten ist eine Reise durch die Gegensätze – Als Basler mit spanischen Wurzeln führte mich meine Leidenschaft für Gesang, Tanz und Schauspiel über Hamburg an die Universität der Künste in Berlin. Bereits während dieses vierjährigen Studiums stand ich in zahlreichen Musical-, Operetten- und Rock-Oper-Produktionen in Deutschland und der Schweiz auf der Bühne. Doch für mich war die Bühne nie nur ein Ort der Darstellung, sondern immer auch ein Ort der Recherche am eigenen Körper: Parallel zu meinen Auftritten absolvierte ich eine Yoga-Ausbildung bei Inspira Yoga, um die Verbindung von Physis und Präsenz zu vertiefen.

Die Stimme als funktionales Zentrum

Mein Fokus verlagerte sich mit wachsender Erfahrung verstärkt auf die funktionale Stimme – eine Vertiefung, die es mir erlaubt, die Stimme nicht nur als Instrument, sondern als physiologisches und emotionales Kraftzentrum zu verstehen. Diese Expertise fliesst heute in meine Arbeit als Gesangslehrer ein. Ob Pop, Musical, Jazz oder Klassik: Mein Ziel ist es, Menschen den Zugang zu ihrer authentischen Resonanz zu ermöglichen. Durch stetige Weiterbildungen verfeinere ich mein eigenes Repertoire, das sich bis in das besondere Fach des Countertenors erstreckt.

Darstellung & Performance

Mit dem Studium “Master of Theatre” an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) erweitere ich meine künstlerische Arbeit auf ein neues akademisches und praktisches Level. Mein gestalterisches Wirken findet somit unter anderem auch in kuratierten Räumen statt, wie etwa durch Projekte im Kunsthaus Zürich, wo die Grenzen zwischen Klassik, Gesang, Kunst und Performance verschwimmen.

Gravity9 Company

Als Geschäftsleiter schaffe ich hier die operativen Strukturen, in denen unsere Visionen wachsen können. Doch Gravity9 ist für mich weit mehr als ein administratives Gefäss: Es ist der Ort, an dem meine charakteristische Form der Performance und des Unterrichtens ihre volle Entfaltung findet.

In den Musiktheaterproduktionen der Gravity9 Company – wie “Der Sommernachtstraum“, „Die Zauberflöte“, „Die Rabenschwarze Winterreise“ oder „Kyknos’ Klage“ – verbinde ich meine Disziplinen zu einem Gesamten. Hier verschmelzen Tuchakrobatik, Schauspiel und Gesang zu einer Einheit. Dabei schöpfe ich künstlerisch oft aus dem tiefen Repertoire von Barock, Klassik und Romantik, um diese zeitlosen Klänge durch die Vertikale des Tuches und die darstellerische Präsenz neu erlebbar zu machen.

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Hannes Muik